Pfarreiengemeinschaft mit St. Bruno

Auf dem Weg zur Pfarreiengemeinschaft

"Die Veränderungen in Kirche und Gesellschaft, die abnehmende Zahl der Priester und der Gläubigen sowie eingeschränkte finanzielle Möglichkeiten machen es notwendig, die Zusammenarbeit der Pfarreien in unserer Diözese in verbindlicher Form zu regeln."

Mit diesen knappen Worten gibt Bischof Friedhelm vor, was in den kommenden Jahren in unserem Bistum zu bewältigen ist: bis zum ersten Fastensonntag 2010 sollen flächendeckend Pfarreiengemeinschaften errichtet sein.

Ja, und nun ist es so weit!
Am Sonntag, 28.09. um 10.00 Uhr fand in St. Burkard der feierliche Gottesdienst zur Errichtung der Pfarreiengemeinschaft St. Burkard – St. Bruno mit Domkapitular Herrn Herderich statt.

Nach zwei Jahren dauernden, intensiven Gesprächen und Beratungen in den verschiedensten Gremien der betreffenden Kirchengemeinden kam es zu einer Kooperationsvereinbarung, die der Genehmigung durch den bischöflichen Stuhl bedurfte und jetzt erst einmal für die Dauer von zwei Jahren gilt.

Hier einige Auszüge aus dem Kooperationsvertrag zwischen den beiden Gemeinden, dessen Inhalt von den Gremien Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung beschlossen wurde.

  1. Die beiden Pfarreien St. Burkard und St. Bruno bilden ab September 2008 eine Pfarreiengemeinschaft mit dem Namen "Pfarreiengemeinschaft St. Burkard – St. Bruno"

  2. In § 1 wird die Zusammenarbeit der Pfarrgemeinderäte geregelt. Zunächst bleiben beide PGR bestehen, es wird aber ein gemeinsamer Ausschuss gebildet.

    Als Punkte von gemeinsamer Bedeutung werden betrachtet:
    - Gottesdienstordnung
    - Erstkommunion- und Firmkatechese
    - Öffentlichkeitsarbeit
    - Begleitung und Unterstützung von Ehrenamtlichen
    - Kirchenmusik
    - zukünftig möglicher gemeinsamer PGR

    Als Punkte von nicht gemeinsamer Bedeutung werden betrachtet:
    - Traditionen der jeweiligen Pfarreien (Pfarrfest, Patrozinium, Wallfahrten)
    - Besuchsdienste
    - Krankenkommunion
    - Sternsinger
    - Gruppen der Pfarreien
    - Ökumene
    - Erstkommunionfeier

  3. In § 2 wird die Zusammenarbeit der Kirchenverwaltungen geregelt. Beide KV bleiben unverändert bestehen und verwalten die jeweiligen Kirchenstiftungen. Sie bilden in der Pfr.Gemeinschaft einen gemeinsamen Finanzausschuss, in dem Angelegenheiten von gemeinsamer Bedeutung beraten werden (Finanzierung gemeinsamer pastoraler Aufgaben).

    Als Angelegenheiten von gemeinsamer Bedeutung werden hingegen nicht betrachtet:
    - die Gebäude und Kindergärten der jeweiligen Kirchenstiftungen
    - die jeweiligen Pfarrbüros
    - die Vermögen und Schulden der jeweiligen Kirchenstiftungen.

    Außerdem ist festgelegt, dass die Dienstwohnung des Pfarrers in der Burkarderstr. 40 von St. Burkard unterhalten wird.

  4. In § 3 ist festgelegt, dass der Verwaltungssitz der Pfr.Gemeinschaft St. Burkard ist.

  5. In § 4 werden Regelungen für die Organisation der Pfarrbüros beschrieben, in einem Anhang sind die für unsere Pfr. Gem. festgelegten Stunden und deren Aufteilung festgehalten.

  6. In den Schlussbestimmungen ist die Dauer des Vertrages auf zwei Jahre festgelegt.

Unterzeichnet ist der Vertrag von Pater Link, Pfr. Bach, den Kirchenpflegern Muth und Fuchs und den Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Spindler-Krenn und Schrapp.

Die Arbeit der Steuerungsgruppe ist damit beendet. Da wir über zwei eigenständige PGR verfügen, wird allerdings ein gemeinsamer Ausschuss eingerichtet.

Ich möchte noch ein kurzes Fazit unserer Arbeit ziehen: Die sechs Treffen der Steuerungsgruppe waren sehr intensiv und kooperativ. Uns war allen bewusst, dass unsere beiden Gemeinden Verzicht üben müssen (derzeit schon erfahrbar durch die verringerte Besetzung der Pfarrbüros). Doch zu keiner Zeit hatte ich den Eindruck, dass eine Gemeinde die andere bevorteilen will. Sicher, schmerzhafte Einschnitte werden noch kommen und wir müssen unsere Pfr. Gem. quasi erst noch so richtig auf den Weg bringen. Doch das gute Miteinander in der Steuerungsgruppe hat uns die jeweils andere Pfarrei näher gebracht und natürlich auch persönliche Bekanntschaften hervorgerufen.

Und so heißt es sich auch der Verantwortung und der Veränderung stellen, die die formelle Errichtung der Pfr. Gem. mit sich bringt und ihr Leben einzuhauchen. Wir alle – jede und jeder Einzelne – können sich daran beteiligen und ich lade Sie herzlich zum Mittun ein.

Elke Schrapp, Pfarrgemeinderatsvorsitzende St. Burkard