Pfarreiengemeinschaft mit St. Bruno

"Die Veränderungen in Kirche und Gesellschaft, die abnehmende Zahl der Priester und der Gläubigen sowie eingeschränkte finanzielle Möglichkeiten machen es notwendig, die Zusammenarbeit der Pfarreien in unserer Diözese in verbindlicher Form zu regeln."

Mit diesen knappen Worten gab Bischof Friedhelm den Weg zu den Pfarreiengemeinschaften vor.

Am 28.09.2008 fand in St. Burkard der feierliche Gottesdienst zur Errichtung der Pfarreiengemeinschaft St. Burkard – St. Bruno mit Domkapitular Herrn Herderich statt.

Nach intensiven Gesprächen und Beratungen in den verschiedensten Gremien der betreffenden Kirchengemeinden kam es zu einer Kooperationsvereinbarung, die der Genehmigung durch den bischöflichen Stuhl bedurfte.

Hier einige Auszüge aus dem Kooperationsvertrag zwischen den beiden Gemeinden, dessen Inhalt von den Gremien Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung beschlossen wurde.

  1. Die beiden Pfarreien St. Burkard und St. Bruno bilden ab September 2008 eine Pfarreiengemeinschaft mit dem Namen "Pfarreiengemeinschaft St. Burkard – St. Bruno"

  2. In § 1 wird die Zusammenarbeit der Pfarrgemeinderäte geregelt. Zunächst bleiben beide PGR bestehen, es wird aber ein gemeinsamer Ausschuss gebildet.

    Als Punkte von gemeinsamer Bedeutung werden betrachtet:
    - Gottesdienstordnung
    - Erstkommunion- und Firmkatechese
    - Öffentlichkeitsarbeit
    - Begleitung und Unterstützung von Ehrenamtlichen
    - Kirchenmusik
    - zukünftig möglicher gemeinsamer PGR

    Als Punkte von nicht gemeinsamer Bedeutung werden betrachtet:
    - Traditionen der jeweiligen Pfarreien (Pfarrfest, Patrozinium, Wallfahrten)
    - Besuchsdienste
    - Krankenkommunion
    - Sternsinger
    - Gruppen der Pfarreien
    - Ökumene
    - Erstkommunionfeier

  3. In § 2 wird die Zusammenarbeit der Kirchenverwaltungen geregelt. Beide KV bleiben unverändert bestehen und verwalten die jeweiligen Kirchenstiftungen. Sie bilden in der Pfr.Gemeinschaft einen gemeinsamen Finanzausschuss, in dem Angelegenheiten von gemeinsamer Bedeutung beraten werden (Finanzierung gemeinsamer pastoraler Aufgaben).

    Als Angelegenheiten von gemeinsamer Bedeutung werden hingegen nicht betrachtet:
    - die Gebäude und Kindergärten der jeweiligen Kirchenstiftungen
    - die jeweiligen Pfarrbüros
    - die Vermögen und Schulden der jeweiligen Kirchenstiftungen.

    Außerdem ist festgelegt, dass die Dienstwohnung des Pfarrers in der Burkarderstr. 40 von St. Burkard unterhalten wird.

  4. In § 3 ist festgelegt, dass der Verwaltungssitz der Pfr.Gemeinschaft St. Burkard ist.

  5. In § 4 werden Regelungen für die Organisation der Pfarrbüros beschrieben, in einem Anhang sind die für unsere Pfr. Gem. festgelegten Stunden und deren Aufteilung festgehalten.

  6. In den Schlussbestimmungen ist die Dauer des Vertrages auf zwei Jahre festgelegt.

Das gute Miteinander in der Steuerungsgruppe hat uns die jeweils andere Pfarrei näher gebracht und natürlich auch persönliche Bekanntschaften hervorgerufen.

Und so heißt es sich auch der Verantwortung und der Veränderung stellen, die die formelle Errichtung der Pfr. Gem. mit sich bringt und ihr Leben einzuhauchen. Wir alle – jede und jeder Einzelne – können sich daran beteiligen und ich lade Sie herzlich zum Mittun ein.

Elke Schrapp, Pfarrgemeinderatsvorsitzende St. Burkard